Hunde
Hunde zählt man heutzutage zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen und der Europäer. Doch der Hund kann viel mehr aufgaben wahrnehmen, als nur “süß” und “knuffig” zu sein.
Werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Funktionen des Hundes in Europa:
(1) Gebrauchshunde
Hierunter fasst man alle Hunde zusammen, die in einer gewissen Weise “berufstätig” sind, das heißt, Hunde, die eine bestimmte Aufgabe wahrnehmen. In der Polizei kann das unter anderem die Funktion eines Spurensuchers, Drogen- oder Sprengstoffspürers oder die Suche nach Leichen sein. Auch als Schutz und Waffe wird er hier eingesetzt.
Neben diesem Einsatzgebiet gibt es auch Hunderassen, die zu Blindenführern trainiert werden. Anstatt eine Gehhilfe kaufen zu müssen, bekommt der Blinde einen Hund an seine Seite, der ihm den Weg weist. Aber selbstverständlich kann man auch eine Gehhilfe kaufen und gleichzeitig einen Blindenhund haben. Hunde spüren in dieser Funktion Gefahren wie Straßen oder Gruben auf und führen den Blinden auf den richtigen Weg.
Als Therapiehund nimmt das Tier ebenfalls eine sehr wichtige Aufgabe wahr, um Menschen zu helfen, wenn sie zum Beispiel ein Traumaerlebnis hatten.
Eine der bekanntesten Einsatzgebiete eines Gebrauchshundes ist der Rettungsdienst. Beim Aufspüren von Verschütteten tritt er hier beispielsweise auf.
(2) Jagdhunde
Die wohl älteste Nutzungsform des Hundes ist die Jagd. Schon unsere Vorfahren setzten das Tier beim Beutefang ein. Hunde haben das genetische Material von den Wölfen sozusagen geerbt, dass ihnen erlaubt, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten effektiv einzusetzen. So wie es Unterschiede in den Jagdformen gibt, werden auch verschiedene Rassen eingesetzt. Bei einer Treibjagd muss das Tier schnell laufen können, wohingegen zum Beispiel Dackel oder Terrier schnell und einfach in Dachs- oder Fuchsbaue eindringen können.
(3) Hirtenhunde
Durch die Entwicklung der Landwirtschaft, die immer verstärkt eingesetzt wurde, war es notwendig, die Herde (meist Schafe) beieinander zu halten. Auch das Bewachen von Haus, Hof und Herde wurde den Hunden überlassen. Hier spielt ebenfalls die Abstammung vom Wolf eine entscheidende Rolle.
(4)Wachhunde
Hunde haben ein Verhalten, das zeigt, wenn Gefahren drohen. Sie nutzen ihren natürlichen Instinkt, um das Rudel bei Gefahren zu warnen.
Auf dem Land werden hier aufgrund der höheren Abschreckungswirkung bevorzugt große Hunderassen eingesetzt, in der Stadt kleinere, wie der Spitz.
(5) Zughunde
Als Zugtiere werden Hunde zum Beispiel in den skandinavischen Ländern eingesetzt. Hier dienen sie dazu, Schlitten zu ziehen. Vor etwa einhundert Jahren wurden auch Hunde bei der Heuernte als Zugtiere genutzt. Das ist heute jedoch nicht mehr der Fall.
(6) Freizeitgestaltung
Hunde werden auch für die Freizeitgestaltung genutzt. So braucht man sich nicht extra eine Heizdecke kaufen, wenn es im Winter kalt ist, oder im Sommer auf Natura Vitalis zu schwören, denn Hunde brauchen immer Auslauf. Das hält warm und man verbringt viel Zeit an der Sonne und in der frischen Luft. Auch kann man mit Hunden joggen gehen oder anderen Sport betreiben. Das fördert auf der einen Seite die Gesundheit und hält dazu noch fit. Eine Heizdecke kaufen ist nicht mehr nötig, wenn man einen Hund besitzt. Und es heißt dann auch ade, Natura Vitalis, die natürliche Sonnenbräune kann kommen.
Wie man sieht, sind Hunde vielfältig einsetzbar. Das breite Spektrum resultiert zum einen aus den anatomischen Besonderheiten, auf der anderen Seite auf der Abstammung vom Wolf. Jede Hunderasse kann vielfältig eingesetzt werden.
Hunde fanden also schnell Einzug in das Leben der Menschen. Und sogar im Sprachgebrauch findet man ihn wieder. Wer kennt beispielsweise nicht Sprichwörter wir “Auf den Hund gekommen” oder “Was für ein Hundeleben”? Und wer musste nicht schon einmal seinen inneren “Schweinehund” überwinden oder bei “Hundewetter” zum Supermarkt gehen, egal, ob mit oder ohne Hund? Hunde prägen unser Leben, sie verschönern und bereichern es enorm. Was wären wir ohne unsere Lieblingstiere?